I HAVE NOTHING TO OFFER

Arne Bunk & Tanja Bächlein, 2019
Kurzfilm 7 Min
Gefördert von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein

“Ständig wechselnd, aber nicht im gleichen zeitlichen Rhythmus sitzen Personen allein oder zu zweit, manchmal auch mit einem Kind, ohne nennenswerte Bewegung vor einer leeren Wand. Die Kamera wird zum Beobachter. Die Personen wiederholen sich, aber nicht alle. Sie schwitzen erkennbar und zunehmend. Einige verlassen dabei den Beobachtungsraum. Die Vermutung bestärkt sich, dass der Raum eine Sauna sein muss.” (Filmbewertungsstelle, Prädikat wertvoll).

Im Versuchsaufbau geht es uns auch darum, die Portraitfotografie und ihre Rezeption zu hinterfragen: Das Gezeigte bildet nur einen visuellen und auditiven Ausschnitt ab. Die Personen sitzen in einer Sauna, werden aber eher im Portraitstudio verortet. Die klimatischen Bedingungen, denen die schwitzende Person ausgesetzt ist, können die Betrachterinnen nur über den Schweiß erahnen. Wie treten die Zuschauerinnen diesem stark körperlichen Bild des Schwitzens entgegen? Was assoziieren sie? Wie gehen sie mit dem entschleunigten Bild um, das dem Schwitzen in Echtzeit folgt?

Die filmischen Porträts erinnern an die Screen Tests von Andy Warhol. Handlung, Kamerabewegung und Inszenierung sind minimal.

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